• Huvudmeny

Auf Deutsch

Willkommen im Sprachenrat – Schwedens offizielle Sprachpflegeorganisation! 

Was ist Sprachpflege?  Das schwedische Wort „Språkvård" ist eine Lehnübersetzung des deutschen Wortes „Sprachpflege". In anderen Sprachen wird dieses Phänomen als „language cultivation" oder „planification linguistique" bezeichnet.

Praktisch gesehen beinhaltet Sprachpflege, Fragen zu sprachlichen Themen zu beantworten, Wörterbücher auszuarbeiten und Interesse an linguistischen Fragen zu wecken. Sprachpflege bedeutet aber auch, auf längere Sicht Einfluss auf die Sprachsituation des Landes zu nehmen.

Was ist der schwedische Sprachenrat?

Der Sprachenrat (Språkrådet, ehem. Svenska språknämnden) ist die Hauptorganisation für Sprachpflege in Schweden. Der Sprachenrat ist eine Abteilung des staatlichen Instituts für Sprache und Folklore (Institutet för språk och folkminnen). 

Der Sprachenrat hat den Auftrag bekommen, die Entwicklung der gesprochenen und geschriebenen schwedischen Sprache zu verfolgen und zu beschreiben. Der Rat soll auch den Gebrauch und Status von anderen Sprachen, die in Schweden gesprochen werden, verfolgen. Das bedeutet vor allem die Förderung der schwedische Gebärdensprache und der fünf offiziellen Minoritätssprachen Finnisch, Meänkieli, Samisch, Romani und Jiddisch.

Eine weitere Aufgabe ist die Verstärkung der nordischen Sprachgemeinschaft. Der Sprachenrat hat ca. 20 Mitarbeiter. In den anderen nordischen Ländern gibt es ähnliche Sprachinstitute.

Was tut der Sprachenrat?

Der Sprachenrat publiziert sowohl Wörterbücher als auch andere Handbücher. Der Sprachenrat ist auch der Herausgeber der Zeitschriften „Kieliviesti” (auf Finnisch) und „Klarspråk”.

Die Mitarbeiter bieten Sprachberatung und Vorträge über sprachliche Themen an. In den letzten zwei Jahren wurden mehrere Handbücher herausgebracht, z.B. ein Handbuch zur Sprachrichtigkeit und ein phraseologisches Wörterbuch. Zu den Aufgaben gehört auch die Registrierung von neuen Wörtern.

Ein Großteil der Arbeit findet in Kooperation mit anderen Organisationen statt, z.B. mit dem Nordischen Sprachrat und verschiedenen Komitees, die sich z.B. mit Computerterminologie, Mediensprache und Ortsnamen befassen.

Die Zukunft der schwedischen Sprache

Auf immer mehr Gebieten macht die englische Sprache der schwedischen Konkurrenz – in Großbetrieben, an Universitäten, in den Medien. Da es viele Schweden gibt, die nicht so gut Englisch sprechen, kann der Einfluss der englischen Sprache auch demokratisch gesehen zu einem Problem werden. Im Dezember 2005 verabschiedete Riksdagen (das schwedische Parlament) neue Richtlinien für die Sprachpolitik in Schweden. Die neue Politik hat vier übergreifende Ziele:

  • Schwedisch soll die Hauptsprache in Schweden sein
  • Schwedisch soll eine vollständige und gesellschaftstragende Sprache sein
  • Die Sprache der Behörden soll gepflegt, klar und verständlich sein
  • eder hat das Recht auf Sprache, das heißt, sich Schwedisch anzueignen und weiterzuentwickeln, die eigene Muttersprache zu verwenden und weiterzuentwickeln und die Möglichkeit zu bekommen, Fremdsprachen zu lernen.

Dass Schwedisch die Hauptsprache in Schweden sein soll, bedeutet unter anderem, dass Gebrauchsanweisungen, Verträge und maschinelle Übersetzungen auf Schwedisch zugänglich sein müssen. Außerdem soll der Unterricht in Schwedisch als Fremdsprache ausgebaut und Schwedisch als allgemeine Unterrichtssprache gewährleistet werden. Die neue Sprachpolitik hat ihren Ursprung in einem Aktionsprogramm zur Förderung der schwedischen Sprache, das 1998 von Svenska språknämnden ausgearbeitet wurde. Falls Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns!

Uppdaterad 31 januari 2017

Kontakt

Språkrådet
Box 20057
SE-104 60 Stockholm

Telefon: +46 200 28 33 33

sprakradet@sprakochfolkminnen.se